Der erste Morgen im Camp sollte anstrengend werden - halb sechs aufstehen war angesagt, weil die erste Bootstour bereits eine halbe Stunde später startete. Die Zeit ist extra so gewählt, da man morgens die beste Möglichkeit hat, Tiere am Flussufer zu sehen, da diese zum essen direkt ans Wasser kommen. Leider war der knapp 1,5-stündige Ausflug recht langweilig, da wir nicht sonderlich viel zu Gesicht bekamen.
Wieder im Camp gab es für uns Frühstück, dann eine kurze Pause und anschließend begaben wir uns auf ein gemütliches Dschungel-Trekking, dass eher einem Waldspaziergang glich, aber durch gute Tipps und Tricks von unserem Guide Max interessant gestaltet und durchaus aufgewertet wurde.
Ziel des Walks war ein schöner See, welcher sich allerdings nicht wirklich zum Baden eignete. Der Grund dafür waren viele kleine Fische, die man vor allem aus Aquarien kennt, in denen man sich die Füße reinigen lassen kann. Selbiges taten wir dann und hielten unsere Beine vom Steg ins Wasser.
Diese kitzelige Angelegenheit werteten wir durch ein paar "Aushalte-Wettbewerbe" und Toastbrot zwischen den Zehen auf. Ein paar neben uns sitzende Engländer wollten die kleinen Fische dadurch besonders zur Pediküre animieren und ließen uns an diesem Event teilhaben.
Nach einer knappen halben Stunde am See ging es den gleichen Weg wieder zurück, den wir auch gekommen waren. Entsprechend hielt sich der Info-Gehalt nun in Grenzen.
Nach einer erfrischenden Dusche bei sengender Hitze ging es zum Mittagessen, wo neben uns fünf allerdings nur noch eine weitere Backpackerin (aus Kalifornien) saß und wir somit eine lustige Runde bildeten. Den Nachmittag verbrachten wir mit Musik hören, schlafen und in der Hängematte liegen, bevor es nach dem alltäglichen Tea-Break mit dem Boot zur zweiten Tages-Tour ging. Unser Guide Max eröffnete uns die Option, dass wir, weiter aufwärts am Fluss eventuell Elefanten sehen könnten, was wir gerne wahrnehmen wollten und für die größere Tour auch bereitwillig zwölf Euro extra pro Person zahlten.
Leider sollten wir nicht das Glück haben, die grauen Dickhäuter live am Hufer zu sehen, da diese bereits ins Landesinnere verschwunden waren. Zumindest ein imposantes Krokodil kreuzte noch unseren Weg als wir gegen 18 Uhr wieder am Camp ankamen. Ansonsten passierte außer Abendessen mit anschließendem Bier und Tratsch an der Rezeption nichts Großartiges mehr.
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