Donnerstag, 15. Oktober 2015

Urlaub 2015 - Tag 10 - Time to relax...not

Vollkommen erschlagen vom ersten Tag im Dschungel, wurde es nichts aus "wir stehen relativ früh auf und ziehen weiter". Kurz vor zehn Uhr kroch ich als erster aus Schlafsack und Hängematte, um noch eine Runde im Fluss zu baden. Nach der Körperpflege waren dann auch die anderen Drei wach und wir konnten nahtlos zum Frühstück bereiten übergeben, welches entgegen aller Surival-Tricks aus Weißbrot und einem Aufstrich aus Kokosnuss und Ei bestand. Lediglich unser Kaffee wurde wie das Abendessen im Bambus am Lagerfeuer gekocht und, viel besser noch, aus selbstgeschitzten Bambus-Bechern getrunken.

Im Anschluss räumten wir noch das Lager auf, füllten unsere Wasserflaschen am Bambus auf und machten uns auf den weiteren Weg entlang und durch den Fluss. Ein paar abenteuerliche Dschungelpfade später gelangten wir an einen fantastischen Wasserfall, den wir umgehend zum plantschen, rutschen und springen nutzten.


Entgegen Con's Tagesmotto - "time to relax" - ging es nach diesem angenehmen Zwischenstopp über enorme Anstiege mit etlichen umgestürzten Bäumen ("jungle Limbo") beschwerlich Dschungel aufwärts. Bei extremen feucht-warmen Bedingungen kamen wir fix und fertig an einer Bananenplantage, direkt an der main road, an. Das sollte das Ziel unseres Ausflugs sein und wir warteten auf Rajis, der uns 20 Minuten später mit einer Runde Iso-Drinks einsammelte.

Auf der Fahrt nach Kota Kinabalu hielten wir nach knapp einer Stunde an einem kleinen Lokal am uns gut bekannten Fluss an und wurden von Rajis und Con noch auf ein leckeres Essen eingeladen. Zu trinken gab es den, in der Region Sabah sehr beliebten, Kit Chai Ping, einer Mischung aus Zuckersirup, salzig-saueren Trockenpflaumen, Mini-Limetten und Wasser. Als Suppe wurde uns eine Wasserbüffel-Brühe gereicht, die sehr interessant schmeckte, und als Highlight dazu, aßen wir ein eher typisches und äußerst schmackhaftes Thai-Gericht, Pattaya. Über ein simples Reis-Hähnchen-Gericht kommen Rührei und Chili-Soße und machen es zu einem echten Klassiker in Malaysia.


Noch während wir dort saßen und uns das Essen schmecken ließen, fing es plötzlich an zu schauern - für einen Regenwald typisch wie aus Eierm, aber nur vorübergehend. Wir waren froh, dass uns dieses Wetter beim Dschungel-Trekking erspart geblieben ist. Nachdem sich noch diverse Kamikaze-Geckos von der Decke auf uns stürzten, setzten wir die Weiterfahrt zum Dreamtel KK fort.

Das Hotel richtet sich wohl eher an Buisness-Gäste, war aber zu einem fairen Preis für das 3-er Zimmer absolut in Ordnung - trotz nicht vorhandenem Fenster im Zimmer. Raus aus den Klamotten und unter die warme Dusche tat nach dem zweitägigen Abenteuer besonders gut. Da es am nächsten Morgen per Bus auf die andere Seite der Insel gehen sollte, suchten wir noch am gleichen Abend per Taxi eine offene Wäscherei auf, um den Dschungel aus Rucksäcken, Kleidung und Schuhen zu waschen.

Dank total freundlicher Angestellter konnten wir die drei Stunden Reinigung und trocken (jeweils drei Maschinen für knapp 10 Euro) damit verbringen, an der Promenade noch eine Shisha zu rauchen und Kaffee, Coke, den nachmittags kennengelernten Kit Chai Ping und einen Maß-Krug Kokosshake (für ~ 1,30 Euro!) zu trinken. Anschließend hieß es nur noch Wäsche abholen, packen und ins Bett gehen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen